Allgemein

Hallo 2020!

 

Jahreswechsel – dies ist für mich immer der Zeitpunkt, um meine eindrucksvollsten Momente noch einmal in Gedanken Revue passieren zu lassen.
Unsere Kastrationsaktion in Sminthi, Xanthi, Nordgriechenland ging mir doch sehr nahe. Es waren so viele Hunde und Katzen. Doch jedes Tier, das in unsere Praxis kam, hatte seine eigene Geschichte, war ein Individuum in dieser großen Masse. Immer noch habe ich die Bilder der einzelnen Tiere vor mir.
Einigen sah man an, dass sie ausgesetzt wurden. Ihr Verhalten uns gegenüber war ganz besonders. Bei ihnen speziell blutete mein Herz, dass wir sie wieder auf die Straße zurückbringen mussten.
Bei anderen war uns bekannt, sie lebten auf der Straße, wurden aber fürsorglich von Anwohnern versorgt. Dies ist eine gute Situation für die Straßentiere. Mit der Kastration verbesserten wir ihr Leben zusätzlich.
Bei vielen Tieren jedoch wussten wir, dass sie tagtäglich ums Überleben kämpfen. Wir haben es bei den vielen kranken Hunden, die unser Partnerverein aufgenommen hat, gesehen. Ihnen geht es zwischenzeitlich gut. Sie sind versorgt auf der Notstation.
Wie aber geht es den anderen. Welche Hunde werden noch da sein, wenn wir im April wieder nach Xanthi kommen?
Ist die kleine Geka-Hündin noch an der Kreuzung? Sie sieht meiner Erin doch so ähnlich. Jeden Morgen hat sie mich angebellt, wenn ich mit dem Auto kam. Oder der einsame junge Rüde in Sminthi, der in keinem Rudel aufgenommen wird, im Garten des Restaurants verweilen darf und so sehr die Nähe der Menschen sucht?
So viele Einzelschicksale, so viel Leid und Elend.
Mit unseren Kastrationen können wir ein klein wenig dieses Leid und Elend reduzieren. Den Tieren eine bessere Zukunft ermöglichen. Die Anzahl der Straßentiere ein klein wenig reduzieren.Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Unsere Kastrationen haben wir nur mit Euren Spenden ermöglichen können. Wir danken Euch für Euer Vertrauen in unsere Arbeit.

Danke an Euch alle!