STREUNER IN GRIECHENLAND

In Griechenland kastrieren wir nicht selbst, sondern führen gemeinsam mit einem anderen Deutschen und einem Griechischen Tierschutzverein große Kastrationsprojekte durch. Hier wollen wir soviel als möglich mit Griechischen Ehrenamtlichen abdecken. In unserer Verantwortung ist die Organisation und reibungslose Durchführung des Projekts sowie die Übernahme der Kosten für die Kastrationen. Das heißt für Equipment und Medikamente, Narkosemittel.

Den deutschen gemeinnützigen Tierschutzverein Griechische Fellnasen e.V., unseren engsten Partnerverein,  haben wir auf der Suche nach Kastrationsprojekte für Nordgriechenland kennengelernt.

Sofia Becic, Vorstand dieses kleinen bayerischen Vereins, ist gebürtige Griechin. Sie kämpft von Deutschland aus mit ihren wenigen, vor Ort sitzenden griechischen Tierschützerinnen für eine Verbesserung der Situation der Straßentiere in und um Xanthi. Allein hier gibt es weit über 8.000 Straßenhunde und unzählige Straßenkatzen. Viele Tiere haben keine Chance zu überleben. Groß ist die Konkurrenz hinsichtlich Futter. Der heiße Sommer wird kommen, für alte und kranke Tiere und Welpen bedeutet dies der sichere Tod.

Regelmäßige Kastrationsprojekte sind ein sehr wichtiges Thema für Sofia.
Der Verein hat über die Jahre gute Kontakte zu Gemeinden, Bürgermeistern, Veterinärämtern, Gemeindevertretern, Tierschützern aufgebaut. Was für Griechenland nicht selbstverständlich ist. Viele Teile des Landes verweigern die Lösung durch Kastrationen und sind nach wie vor überzeugt, durch Vergiftungsaktionen den Scharen von Streunertieren Herr zu werden.

Da Griechische Fellnasen aktuell für kranke und verletzte Tiere ein Notstation außerhalb Xanthi aufbaut und das Elend der Straßentiere jeden Tag zunimmt, benötigt Sofia dringend finanzielle Unterstützung, um ihre Kastrationen mit einer Regelmäßigkeit durchführen zu können.
Eine Wiederholung über Jahre ist Voraussetzung, um wirklich eine Reduzierung der Straßentiere zu bewirken.

Im Mai 2019 haben wir ein Kastrationsprojekt durchgeführt. Mehrere Hundert Hunde und Katzen wurden kastriert.

Solch eine Größenordnung mit Regelmäßigkeit, das ist unser Ziel!

Wir arbeiteten mit einem Tierärzteteam eines   gemeinnützigen Vereins aus der Schweiz. Zu unserer großen Freude meldeten sich schon am 2. Tag mehrere junge Griechische Tierärzte / innen, um uns ehrenamtlich bei der Aktion zu unterstützen. Sie lernten das Kastrationsverfahren für Straßenhunde kennen.  Eine Kastration pro Hund kostete uns hier 35,-€, pro Katze 15,- €. Normaler Weise verlangen Griechische Tierärzte  zwischen 100,-€ und 150,-€.

Die von uns kastrierten Tiere wurden nach der Operation medizinisch versorgt, gegen Tollwut geimpft, gechipt, auf Leishmaniose getestet und mit Spot-on versehen.
Unser Verein war mit vor Ort.

 

Hier unser Projekt 2019

 

Für die nächsten Aktionen werden wir nur noch mit diesen Griechischen ehrenamtlichen Tierärzten / innen die Projekte durchführen.

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