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Wir müssen wieder in Nordgriechenland in die Berge!

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Darum ist es uns so wichtig wieder in der Region Myki, Xanthi, zu kastrieren.

Leider war es aufgrund Quarantäne im Mai nicht möglich.
Diese Fotos sind vom letzten Jahr. Allein in den nächst umliegenden Dörfern haben wir 17 Hunde in diesem Zustand gefunden. Sie wurden alle tierärztlich versorgt.

Aber wir wissen, dass es weiter oben in den Bergen noch viel mehr Leid und Elend gibt, Streuner, die dringend unsere Hilfe benötigen.
Viele der Straßenhunde haben ihren Ursprung in der Stadt, das heißt, sie wurden in den Bergen ausgesetzt. Es gibt zwar in Myki ein Kastrationsprogramm von jährlich 80 Kastrationen, die Tiere sind aber alle so scheu und schwer einzufangen, dass sich keiner darum kümmert. Und die Vermehrung läuft, ohne Unterhalt.

Was ist in dieser Gegend so anders?
Die Bevölkerung besteht fast ausschließlich aus muslimischen Pomaken. Die noch häufig anzutreffende Meinung „Hunde sind schmutzig, werden nicht aus Liebe gestreichelt, sind gut zur Jagd, zum Hüten und Bewachen aber mehr nicht“ ist hier noch vorrangig.
Der muslimische Glauben sagt, jedes Tier hat sein Recht auf Wasser und Futter. So gibt es Bewohner, die die Straßenhunde mit Abfall und altem Brot füttern, jedoch niemals anfassen. Auch findet eine eventuelle Neigung zu den Streunern nur im Stillen statt.

Ein Bewohner, der lange Zeit in Deutschland lebte, sagte mir einmal: „Ich würde mich gerne um die Tiere kümmern, so hat mich Deutschland geprägt. Es tut mir in der Seele weh. Aber sie würden mich und meine Familie sofort aus der Gemeinschaft ausschließen.“

Zu Kastrationen, wenn das Thema überhaupt bewusst wahrgenommen wird, wird immer noch die falsche Meinung vertreten, dass dies nicht mit dem Muslimischen Glauben vertretbar sei.

Und so lebt man halt mit dem Zustand der riesigen Population der Straßentiere. Klar haben sich viele letztes Jahr gefreut, dass wir da waren. Aber der Sinn unserer Aktion wurde sicherlich nicht bis in die letzten Dörfer verbreitet.

Und jetzt sind wir wieder gefragt. Denn nicht nur Kastrationen sondern auch Aufklärung sind notwendig, um den Straßentieren und am Ende auch der Bevölkerung zu helfen.

Die Vorbereitungen laufen. Termine der nächsten Telcos stehen fest. Kommunikation ist erst einmal der Schwerpunkt um unser nächstes Kastrationsprojekt vorzubereiten.
Wir halten Euch auf dem Laufenden.